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Rundschreiben 16.Januar 2010 |
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16.01.2010 Berlin und Port-au-Prince
Liebe Interessenten, Paten, Spender und Freunde unserer Arbeit in Haiti!
Natacha hat sich heute Morgen gemeldet. Unmöglich zu glauben, aber sie hat ein Fahrzeug aufgetrieben, dort sieben verletzte Kinder eingeladen und sich auf den Weg nach Santo Domingo gemacht, um unsere Kinder in eine Klinik in die DomRep zu bringen!
Wir konnten bereits heute eine erste Geldsendung per Western Union nach Santo Domingo schicken. Natacha wird dort Lebensmittel und Medizin kaufen und diese Dinge morgen nach Port-au-Prince schaffen.
Es ist wirklich unglaublich! Natacha hat Nerven wie Drahtseile! Wo die anderen nach Hilfe rufen, packt Natacha an! Morgen geht eine weitere Überweisung für Hilfsgüter nach Santo Domingo. Damit ist sichergestellt, dass wir ab sofort helfen können.
Eigentlich unnötig zu erwähnen: WIR SIND UNSAGBAR STOLZ AUF UNSERE HAITIANISCHE TOCHTER!!!
Derzeit kann man kein Geld nach Haiti überweisen. Wir werden aber einen Boten haben, der unsere Hilfsgelder empfängt und nach Port-au-Prince bringt. Daneben plant Natacha weitere Trips nach Santo Domingo um Hilfsgüter zu kaufen.
Opfer in unserer Gegend:
Unsere Gegend hat es arg erwischt. Viele Häuser sind zerstört, es gibt viele Tote. Die Situation ist derzeit noch völlig unübersichtlich. Viele Familien haben die Gegend auf der Suche nach Verwandten und Freunden einfach verlassen. Auch viele unserer Lehrer sind nicht erschienen. Nun wissen wir noch nicht, ob sie tot sind, oder aber auf der Suche nach anderen oder auf der Suche nach Lebensmitteln. Es wird dauern, bis wir uns einen Überblick verschafft haben.
Unsere Paten werden wir nach und nach über ihre Kinder informieren. Bitte haben Sie etwas Geduld, auch wenn es schwer fällt.
Schäden an den Gebäuden:
Wir besitzen drei Gebäudeteile. Das Waisenhaus steht noch, ist aber stark mitgenommen. Ebenso stark mitgenommen ist der Altbau unserer Schule. Unser Neubau, der sehr solide gebaut ist, steht. Auch Natacha’s Wohnung steht und ist inzwischen mit Kindern belegt. Den Neubau haben wir als Kinderhotel umfunktioniert.
Natacha wird einen Architekten finden, der die betroffenen Gebäude überprüft, erst dann wissen wir, ob wir reparieren können oder abreißen und neu bauen müssen.
Erste Versorgung der Menschen:
Wir hatten Glück, dass der Schul-Altbau nicht kollabiert ist. So war der Wassertank auf dem Dach funktionsfähig und voll. Die vier Filtersysteme sind unversehrt und wir konnten viele Menschen mit Trinkwasser versorgen. Auch die Lebensmittelvorräte helfen uns bei der Versorgung der Menschen. Glücklicherweise hat Natacha mit dem Januar Budget Reis, Bohnen, Öl, Milchpulver und viele andere Lebensmittel gekauft, so dass wir helfen konnten.
Unsere Arbeit hier in Deutschland:
In Notsituationen rückt die Familie zusammen. Wir haben einen sechzehn bis zwanzig Stundentag! Morgens um sieben beginnt das Telefon zu klingeln, gegen Mitternacht gehen wir ins Bett. Barbara gibt Interviews in Zeitungen und im Rundfunk, ich renne für Interviews in die Fernsehstudios. Dazwischen Telefonate mit vielen Fragen zu Haiti, die wir gern beantworten. Täglich fünfhundert Mails – also volles Programm!
Wir haben uns immer eine Öffentlichkeit für Haiti gewünscht. Mir wäre aber weniger Öffentlichkeit OHNE Erdbeben lieber gewesen.
Fernsehtermin – bitte notieren:
Ich werde am Montag, 18. Januar um 21:45 Uhr live im ARD bei Beckmann über die Situation in Haiti sprechen.
Solidarität mit Haiti:
Es trifft uns eine warme Welle der Solidarität. Uns erreichen viele Anrufe und Mails, die uns Mut machen, auch wenn wir noch viele Menschen vermissen und uns große Sorgen machen.
DIE NOTHILFE IST – DANK NATACHA - ANGELAUFEN UND WIR WISSEN NUN, DASS WIR SEHR VIEL GELD IN DIE HAND NEHMEN MÜSSEN, UM DIE ANGELAUFENE NOTHILFE SICHERZUSTELLEN DESHALB:
SPRECHEN SIE MIT FREUNDEN, BEKANNTEN UND VERWANDTEN ÜBER HAITICARE UND DAS GLÜCK EINE STARKE NATACHA ZU HABEN, DIE BEREITS ANPACKT! SPENDEN SIE BITTE AUF DAS UNTEN STEHENDE KONTO MIT DEM STICHWORT:
„ERDBEBENHILFE FÜR HAITI“
Erste Gelder fließen bereits – und die Möglichkeit weiterer Überweisung von Spenden muss – Dank Ihrer Spenden – sichergestellt werden.
Ihre Spenden gelangen zu hundert Prozent zu den Bedürftigen. Wir von HaitiCare e.V. arbeiten ehrenamtlich. Und wir als Gründer zahlen die Verwaltungskosten aus eigener Tasche.
Wir bleiben weiterhin am Ball, hoffen, dass auch Sie am Ball bleiben und werden Ihnen Neuigkeiten von Natacha sofort berichten.
Michael und Barbara Kaasch, sowie Natacha - Vorstand von HaitiCare e.V.
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die vollständige Beschreibung hier zum runterladen.
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